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Schweine für den Müllcontainer

Die Doku "Schweine für den Müllcontainer" scheint ja momentan in aller Munde zu sein. Jeder hat sie gesehen, sich eine Meinung dazu gebildet und diese womöglich auch noch weiter gegeben.
Aus diesem Grund wollte ich mir den Film erst gar nicht anschauen.
Als ich dann heute auf einer Webseite (oh wunder!) wieder einmal auf den Film mit zugehöriger Filmkritik gestoßen bin, habe ich beschlossen mir das trotzdem einmal anzusehen.

Zu Beginn sind Schweine zu sehen. Das Bild das vielleicht der eine oder andere von der Schweinehaltung hat. Eine Wiese. Auslauf. Platz zum Bewegen und alles was Schwein eben braucht. Ich muss sagen, ich war versucht den Film gleich wieder wegzuklicken. Kaum denke ich 'Och nöö, bitte kein 'Friede-Freude-Eierkuchen', sagt der Sprecher dass diese Form der Tierhaltung in Deutschland eine große Ausnahme ist. Nochmal Glück gehabt. Immer noch skeptisch schaue ich den Film weiter. Jetzt werden Filme mit versteckter Kamera gezeigt? Wieso versteckte Kamera? Weil die Massentierhaltungsbetriebe mitlerweile Hochsicherheitsgelände sind. Niemand bekommt Einblicke in das, was hinter den Zäunen und in den großen Hallen passiert. Wer nicht gerade dort arbeitet oder in einen Tierhaltungbetrieb einbricht bekommt eher selten Einblicke in die Zustände der heutigen Tierhaltung.
Die Kamera zeigt Schweine eng zusammengepfechert. Ein Schwein blutet am Ohr. Es wird erzählt das ca. 1/3 der Schweinefleisches jährlich im Müll landet.
Produziert für die Mülltonne.
Ein Besuch des örtlichen Supermarktes: Überall Fleisch. Und das zu Spottpreisen. Das Fleisch ist gleichbleibend billig.
Das Filmteam fährt nach Norddeutschland. Hier entstehen immer mehr Mastbetriebe. In Deutschland werden jährlich ca. 80 Millionen Schweine gemästet. 80 Mio alleine in Deutschland.
Man fährt zu einem Filmemacher für den Tierschutz. Er zeigt Bilder und erzählt von seinen Erfahrungen. Man sieht einen Film. Schweine in einem Mastbetrieb. Zusammen gedrängt auf engstem Raum. Fast alle Tiere sind verletzt. Sie sind krank, können oft nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen. Jetzt geht es nach Oberbayern. Es wird ein "Vorzeigebetrieb" besucht. Hier haben die Tiere mehr Platz, es gibt Einstreu und sogar eine Weide. Es wird ein direkter Vergleich zwischen Mastbetrieb und dem Vorzeigebetrieb gemacht.
Es wird erzählt, dass nur etwa 5% der Mastbetriebe jährlich von den Behörden kontrolliert werden. Doch auch bei diesen Kontrollen wird sehr oft weggesehen.
In Deutschland gibt es eine große Überversorgung mit Fleisch. Eine Überversorgung von ungefähr 150%!! Deshalb ist das Fleisch so billig. Es sind nur noch etwa 56% der Schweinewirte im Geschäft. Der Rest hat aufgehört, ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Mastbetriebe nehmen immer größere Ausmaße an. Einem Landwirt bleibt pro Schwein am Ende ca 5€ erhalten. Davon kann niemand leben. Wieso ist also das Fleisch so billig? Der Gewinn kommt zum größten Teil nur durch Fördergelder und hohe Subventionen des Staates.
Ein Landwirt bekommt jährlich ca 340€ pro ha Land das er besitzt. Insgesamt gibt der Staat jährlich ca. 950 Mio. Euro für die Massentierhaltung aus. Das führt dazu, dass Landwirte möglichst größe Flächen Ackerland etc. in abgeschiedenen Gegenden kaufen und dafür viele Fördergelder kassieren. Der Staat fördert die Massentierhaltung dadurch massiv. Ein weiterer Punkt der genannt werden muss ist die hohe Umweltbelastung durch den vielen Dünger, den die Mastbetriebe auf die Felder geben. Was nicht sofort vom Boden aufgenommen werden kann, könnte ins Grundwasser gelangen. Außerdem wird der für viele Menschen nicht ersichtliche Zusammenhang zwischen der Massentierhaltung und Biogas deutlich gemacht.
Am Ende wird noch erzählt, dass etwa 20 000 Tonnen Fleischabfälle jährlich alleine bei einer Müllsammelstelle ankommen. Der Staat und die Betriebe tuen alles, um billiges Fleisch auf dem Markt zu bringen.

Ich finde die Dokumentation insgesamt ganz gut gelungen. Allerdings kommt das eigentliche Thema, nämlich der hohe Anteil an Abfallfleisch nicht so oft zur Sprache. Wer sich dafür interessiert, kann sich ja selbst ein Bild von der Doku machen. Man findet sie unter anderem auf youtube.
Viel Spaß beim Ansehen

LG eure Isa

1.10.12 17:44

Letzte Einträge: Trend zu gefärbten Tieren, Blog, Containern, Haustiere , Merry Christmas , Blogumzug

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